Theater

Judas

06.11.2019 ; 20:00 ; Bozen, Waltherhaus
07.11.2019 ; 20:00 ; Meran, Stadttheater

von Lot Vekemans


Verräter oder Freund?
„Denn dieser sollte ihn verraten: einer der zwölf“, heißt es über Judas, den Mann, der als Verräter von Jesus Christus traurige Berühmtheit erlangte. Aber kennen wir die ganze Wahrheit? Vielleicht ließe sich die Geschichte auch anders erzählen: als Dienst eines Freundes, der Jesus half, seinen Plan umzusetzen, nämlich zu sterben und damit unsterblich zu werden. Zwei Freunde und ein Deal – und die angenommene Bestechungsgabe, dreißig Silberlinge. In Lot Vekemans Monologstück schildert Judas die Ereignisse aus seiner Sicht. Er ist ein Selbstdarsteller, ein moderner Performer, der uns überzeugen möchte. Musste er nicht den Messias verraten, um Gottes Heilsplan durchzusetzen? Konnte nicht erst der Opfertod Jesu die Menschheit erlösen? War alles Vorbestimmung oder doch freier Wille oder gar eine Verkettung unglücklicher Zufälle? Mit diesem Solo-Stück gab der gelähmte Schauspieler Samuel Koch seinen Einstand im Ensemble des Nationaltheaters Mannheim und überzeugte Publikum wie Presse gleichermaßen davon, dass Schauspielkunst vor allem mit Stimme, Ausdruck und Ausstrahlung zu tun hat, und weniger mit Bewegung.
 

Ein Gastspiel des Nationaltheaters Mannheim
Deutsch von Eva M. Pieper und Christine Bais

Regie: Philipp Rosendahl
Bühne & Kostüme: Marina Schutte
Musik: Thorsten Drücker
Video: Marina Schutte, Regina Hess
Dramaturgie: Annabelle Leschke

Mit:
Judas: Samuel Koch


Mittwoch, 6. November 2019 - Bozen, Waltherhaus
Donnerstag, 7. November 2019 - Meran, Stadttheater

Beginn: 20 Uhr
Einführung: 19.15 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde 10 Minuten, keine Pause
Special nach den Aufführungen: Nach-Theater
Hinweis: Der Schauspieler Samuel Koch liest in der Reihe „HÖRbar gut!“ am 5. November aus seinen Büchern.


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