Sprachstelle - Vortrag

„Sprich mit mir, Maschine!“

17.10.2022 ; 18:00 ; Bozen, Waltherhaus

Wie künstliche Intelligenz Sprache verarbeitet

Intelligente Maschinen könnten unseren sprachlichen Alltag auf vielerlei Weise erleichtern, und sie tun es zum Teil bereits: Sie könnten Geschriebenes oder Gesprochenes schnell in eine andere Sprache übersetzen, Texte in gesprochene Sprache umwandeln und umgekehrt Gesprochenes verschriftlichen, uns eine brauchbare Zusammenfassung eines umfangreichen Buches liefern und vor allem unsere Sprache verstehen und mit uns kommunizieren.
Natural Language Processing (NLP) nennt sich in der Fachsprache jene Technik, die intelligente Maschinen wie den Computer oder das Smartphone in die Lage versetzt, menschliche Sprache zu verstehen, zu interpretieren und anzuwenden. Die aus Meran stammende Gründerin einer KI-basierten Innovationsplattform Dr.-Ing. Veronika Gamper und Prof. Dr.-Ing. Klaus Diepold von der Technischen Universität München werden in ihrem Vortrag erklären, was NLP leisten kann und wo die Grenzen, Herausforderungen und auch möglichen Gefahren durch Missbrauch dieser Technik liegen.

Es referieren: Prof. Dr.-Ing. Klaus Diepold, Technische Universität München, Dr.-Ing. Veronika Gamper, WeDaVinci GmbH
Zeit: Montag, 17. Oktober 2022, 18 Uhr
Ort: Bozen, Waltherhaus, Schlernstraße 1
Anmeldung erbeten: sprache(at)kulturinstitut.org
Hinweis: Die Veranstaltung wird von der Journalistenkammer Trentino-Südtirol als Fortbildung anerkannt. Interessierte melden sich bitte über die entsprechende Plattform für Fortbildungen an. 
Eintritt frei

Ein ausführliches Interview mit Veronika Gamper zum Thema lesen Sie in der Sprach_info. 

Eine Veranstaltung der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut in Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann und der Journalistenkammer Trentino-Südtirol


Dr.-Ing. Veronika Gamper, gebürtig aus Meran, ist Gründerin und Geschäftsführerin der WeDaVinci GmbH, einer NLP-basierten Kollaborationsplattform für Innovationsprojekte. Sie studierte Informatik an der TU Wien und promovierte bei Prof. Dr.-Ing. Klaus Diepold an der TU München, mit Studien- und Forschungsaufenthalten am IIT Chicago und an der UC Berkeley. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Strategieberaterin bei der Boston Consulting Group, leitete Innovations- und Digitalisierungsprojekte am Center for Digital Technology and Management und verantwortete den Aufbau von Machine Learning-, Computer Vision- und NLP-basierten Datenprodukten für einen führenden europäischen Medienkonzern. Ihr Startup WeDaVinci setzt KI-basierte Sprachmodelle ein, um automatisiert Ideen zu generieren, die Suche nach Themen und Experten zu ermöglichen sowie automatisiertes Feedback zu Ideen zu geben.

Prof. Dr.-Ing. Klaus Diepold arbeitet am Lehrstuhl für Datenverarbeitung der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Technischen Universität München. Prof. Diepold forschte im Bereich Multimedia-Signalverabeitung mit Schwerpunkt beim Entwurf schneller Algorithmen. Heute konzentriert er sich auf das maschinelle Lernen, u.a. für die Entwicklung moralischer Maschinen und Modellierung und Simulation von Affekten für kognitive Systeme. Am Center for Digital Technology and Management (CDTM) engagiert er sich für die Entrepreneurship-Ausbildung Studierender aller Fachrichtungen. Nach Studium und Promotion (1992) der Elektro- und Informationstechnik an der TUM entwickelte Prof. Diepold Video-Kompressionssysteme und MPEG-Standards (MPEG-4, MPEG-A). 2002 folgte der Ruf an den Lehrstuhl für Datenverarbeitung der TUM. 2005–2010 engagierte er sich als Studiendekan. Gastprofessuren führten ihn nach Alberta, Kanada und zu NICTA in Australien. Er ist Mitglied im Aufsichtsrat des CDTM und war 2006–14 im Vorstand des Exzellenzclusters Cognition for Technical Systems (CoTeSys). Von 2013–15 war Prof. Diepold Vizepräsident für Diversity und Talent Management. 2018 ging die von ihm initiierte Webserie „Technically Single“ national auf Sendung.

 



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